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Blutspende-Plasmaspende-Thrombozytenspende

18 Jun

Autor: Mandylein - Kategorie: Gesundheit & Natur | Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen


Nachdem ich heute das zweite Mal beim Plasmaspenden war, habe ich ueberlegt, hier mal einen Bericht reinzuschreiben. Vielleicht gibts ja noch andere Leute, die sich dann dazu entschlie?en zu spenden :O)

Zuerst einmal allgemeines:

Die Blutspende wird sicherlich jeder kennen – hier wird das gesamte Blut “abgezapft”. Bei Plasma- und Thrombozytenspende werden nur Bestandteile des Blutes verwendet, der Rest wird dem Koerper zusammen mit einer Citratloesung zurueckgefuehrt.

Die Thrombozytapherese (Thrombozytenspende) und die Plasmapherese (Plasmaspende) sind seit Jahrzehnten angewandete Verfahren, bei denen Blutplaettchen (Thrombozyten) und das Blutplasma durch maschinelle Zentrifugation au?erhalb des Koerpers von den uebrigen Zellen des Blutes (Erythrozyten, Leukozyten) getrennt und gesammelt werden. Dies dauert ca. 1-1,5 Stunden und ist von der Kreislaufbelastung mit einer normalen Blutspende vergleichbar. Die nicht benoetigten Blutzellen werden dabei waehrend des Verfahrens dem Spender zurueckgegeben. Bei einer Thrombozytapherese bzw. Plasmapherese werden dem Spender etwa 600 ml Plasma (je nach Plasmazentrum – in dem von mir besuchten sind es z.b. 655 ml) entnommen. Dieses enthaelt Blutplaettchen bzw. verschiedene Eiwei?e, u. a. Gerinnungsfaktoren, die groe?tenteils innerhalb von 48 Stunden nach der Plasmaspende von der Leber nachgebildet werden.

Folgende drei Grundvoraussetzungen muessen gegeben sein, wenn Sie Blutspender werden wollen:
Sie sind zwischen 18 und 68 Jahren alt.
Sie wiegen mindestens 50 kg.
Sie sind gesund.

Sie melden Sie sich mit mit Ihrem Personalausweis an und erhalten einen Fragebogen, den Sie ausfuellen. Sie werden gefragt

  • nach Krankheiten, Unfaellen, Knochenbruechen, Operationen und kleineren medizinischen Eingriffen (einschlie?lich Zahnziehen),
  • nach Auslandsaufenthalten,
  • nach Zugehoerigkeit zu Risikogruppen oder sexuellen Kontakten zu Personen aus diesem Bereich (HIV-Infektions-und AIDS-Gefahr),
  • nach Alkohol-,Drogen-oder Suchtmittelabhaengigkeit,
  • nach Medikamenten (einschlie?lich Schmerzmitteln),
  • nach Taetowierungen, Akupunktur, Durchstechung von Nase oder Ohr in den letzten 6 Monaten
  • und bei Frauen nach Schwangerschaften.

Der Arzt der Spendestelle untersucht Sie dann und spricht mit Ihnen ueber den Fragebogen. Er entscheidet zu Ihrem Schutz und zum Schutze des Empfaengers darueber, ob Sie spenden koennen.

Was bei der Spende geschieht
Sie machen es sich auf einer Liege bequem. Eine Krankenschwester fuehrt die Blutentnahme durch. Ein kleiner Stich -und dann geht alles wie von selbst. Es wird nur steriles Einwegmaterial verwendet, so da? die Uebertragung von Infektionskrankheiten absolut ausgeschlossen ist. Wenn 450 ml abgenommen sind, wird die Nadel schmerzlos entfernt und die Einstichstelle mit einem Pflaster versehen. Dann duerfen Sie sich ein wenig ausruhen. Alles in allem dauert das Ganze weniger als eine Stunde. Eine Stunde, die Menschenleben retten kann!

Was Sie vor und nach der Blutspende beachten sollten …

Wenn Sie zum Spenden kommen, sollten Sie nicht hungrig oder uebermuedet sein. Bitte verzichten Sie a etwa 12 Stunden vorher auf groe?ere Mengen Alkohol und fettreiche Kost. Am besten ist es, wenn Sie zwei Stunden vor der Spende eine leichte, fluessigkeitsreiche Malzeit zu sich nehmen, nach Moeglichkeit keine fette und eiwei?reiche Kost wie Milch oder Kaese. Bitte warten Sie 30 Minuten, bevor Sie nach der Spende wieder am oeffentlichen Stra?enverkehr teilnehmen.Unsere Mitarbeiter werden fuer Sie da sein und Sie betreuen.

Was au?erdem wisse
nswert ist …

Ihr Koerper hat das gespendete Blut innerhalb von ein bis vier Wochen wieder vollstaendig erneuert. Jede Blutspende ist ein gutes Training fuer den Kreislauf.
nDie naechste Vollblutspende ist bei Maennern nach fruehestens acht, in der Regel nach 12 Wochen moeglich, Frauen sollten nicht mehr als drei bis vier mal im Jahr spenden.
Bei Ihrer zweiten Spende erhalten Sie einen Spenderpa? mit ausgewiesener Blutformel. Wenn Sie den Pa? bei Ihren Personaldokumenten aufbewahren, kann das in lebensbedrohlichen Situationen fuer Sie selbst sehr hilfreich sein. Da bei jeder Spende Ihr Blut untersucht wird (einschlie?lich AIDS-Test), haben Sie au?erdem jedesmal eine kleine Gesundheitskontrolle.
Fuer den Aufwand, den Sie durch Fahrtkosten und Arbeitszeitausfall haben, wenn Sie zu uns zum Blutspenden kommen, koennen wir Sie pauschal entschaedigen.

Wofuer werden Thrombocyten und Blutplasma benoetigt?

Thrombozyten bzw. Blutplasma werden Patienten mit schweren Blutgerinnungsstoerungen,gro?em Blutverlust (z. B. Verkehrsunfaelle) oder ausgedehnten Operationen (z. B. Lebertransplantationen) verabreicht.

Gibt es Risiken?

Die Thrombozyten- und Plasmaspende wird im allgemeinen gut vertragen. Nebenwirkungen wie Blutdruckabfall, leichte Kreislaufschwaeche oder Uebelkeit koennen, wie bei jeder Blutspende, auftreten. Ein Kreislaufkollaps ist jedoch selten.
Die Plasmapherese wird nach den Richtlinien der Bundesaerztekammer durchgefuehrt. Hierbei werden regelmae?ig Blutbild- und Serumeiwei?kontrollen vorgenommen, um die Spendefaehigkeit zu sichern und gesundheitliche Beeintraechtigungen zu vermeiden. Ebenso werden fuer die Empfaengersicherheit alle notwendigen Untersuchungen auf gefaehrliche Virusinfektionen durchgefuehrt. Au?erdem wird das gespendete Plasma sechs Monate tiefgefroren in Quarantaene gehalten und erst nach erneuter Spenderkontrolle fuer die Transfusion freigegeben.

Was muss man beachten?

Wie bei der Vollblutspende, sollte der Plasmaspender nicht nuechtern zur Spende erscheinen, waehrend und nach der Plasmaspende viel Fluessigkeit zu sich nehmen, anschlie?end eine kleine Ruhephase einhalten und im Imbi? etwas essen. Vermeiden Sie vor der Spende fettreiche Kost.

Wie oft kann man Blutplasma spenden?

Dies ist je nach Spendenzentrum unterschiedlich. Der Koerper hat das entnommene Plasma nach 48 Std. ersetzt und man kann somit alle 72 Std. spenden. Jedoch liegt dies auch daran, wie gut der eigene Koerper die Spende verkraftet. Auch liegt es mit daran, wie gut die Armvenen sind, die zum Spenden genomemn werden. Da ich leider nur eine gute habe, darf ich vom Arzt aus nur 1x Woche spenden. Ich selber habe aber von meiner letzten Spende, die eine Woche zurueck lag, noch immer einen blauen Fleck zurueckbehalten und habe deshalb fuer mich selbst entschieden, meinen Turnus auf 2 Wochen zu erhoehen. Wenn ich sehe, dass ich keine blauen Flecke mehr habe, kann ich ja auch selbstaendig im Spendezentrum anrufen und einen Termin ausmachen.

Man sollte immer einen Termin ausmachen, da vor allem in den Morgen- und Abendstunden gro?er Andrang herrscht.

Wie laeuft nun so eine Spende ab?

Die Plasmaspende funktioniert ganz einfach: Zunaechst wird Blut (ca. 750ml) aus der Armvene entnommen. Im Unterschied zur Blutspende werden das Plasma und die festen Bestandteile des Blutes (Blutzellen) direkt waehrend der Spende voneinander getrennt. Das Plasma wird in einem Behaelter gesammelt und die Blutzellen werden dem Spender wieder zugefuehrt. Diesen Vorgang nennt man Plasmapherese.

SCHONEND FUeR DEN KOeRPER

Die Plasmaspende ist schonend fuer den KÃ
¶rper: Der Organismus baut die entnommenen Bestandteile schnell wieder auf. Daher kann man viel haeufiger Plasma als Blut spenden: je nachdem wie schnell sich der Koerper erholt, ist dies in einem Abstand von ein paar Tagen oder Wochen wieder moeglich.

Der Spendevorgang dauert je nachdem wie gut die Vene ist, ca. 45 Minuten. Mit den Voruntersuchungen (Blutdruck, Temperatur) und der Zeit nach dem spenden, verbrin
gt man etwa 1-1,5 Std. im Spendenzentrum. Diese Zeit sollte man auch einhalten, da vor allem hinterher der Koerper Fluessigkeit und Erholung brauch.

In den Spendezentren werden daher Getraenke angeboten die man kostenlos erhaelt. Es gibt ebenso auch ausreichend Lesematerial. Wenn man sich wieder fit genug fuehlt (dies ist von Spende zu Spende frueher), kann man sich auf seinen Heimweg machen.

Was hat man vom Spenden?

Nun in erster Linie natuerlich die Gewissheit, irgendwem damit geholfen zu haben. Denn aus dem Plasma werden ja Medikamente hergestellt oder auch in Operationen.

Zum anderen erhaelt man eine Aufwandsentschaedigung.

Diese ist jedoch nicht einheitlich. Ich kann hier nur erzaehlen, wie dies bei mir ist.

Ich erhalte fuer jede Spende 18 Euro Aufwandsentschaedigung. Fuer jede 6.te Spende gibt es zusaetzlich eine (Sach-)Praemie. Ausserdem gibt es fuer eine bestimmte Anzahl Spenden einen Bonus (5.te = 10 Euro, 10.te. 10 Euro..usw.)

Weiterhin kann man auch weitere Leute zum Spenden mitbringen und erhaelt eine Werberpraemie sobald dieser gespendet hat. Auch diesse Praemie ist unterschiedlich. Bei mir ist diese 30 Euro, die ich bei der 5.ten Spende des neuen Spenders erhalte.

Ich hoffe euch einen Einblick gegeben zu haben, wie das Spenden ueberhaupt ablaeuft. Vielleicht entschlie?t sich ja der eine oder andere nun auch spenden gehen zu wollen.

Leider gibt es in Deutschland z.b. nicht sehr viele Spendezentren fuer Plasma, Blutspenden sind jedoch bei ziemlich jedem DRK moeglich. Schaut einfach mal ins Telefonbuch. Dort koennt ihr sicherlich auch erfahren, ob und wo ihr Plasma oder Thrombozyten spenden koennt.

Solltet ihr noch Fragen haben, dann koennt ihr mir diese per E-Mail (forum@mandythoss.de) stellen, oder einfach als Kommentar hier. Wobei eine Emailerinnerung dann gut waere, da ich nicht immer sehe dass ein Kommentar vorhanden ist :O)

KLICK

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